27. D'inverno sul Po: Erfreuliches Abschneiden der Wikinger in Turin
Jan1Erstellt von:
Saturday, January 01, 2011 9:13 PM 
Am letzten Wochenende, den 13. und 14. Februar 2010, fand in Turin die 27. Langstreckenregatta D'inverno sul Po statt.
Die Wikinger Mastersruderer bildeten wie im vergangenen Jahr eine Renngemeinschaft mit dem RAW und formten den "Hasse-Achter", bestehend aus Familienoberhaupt Udo Hasse (RAW), seinen beiden Söhnen Martin und Robert (Wiking), den Wikingern Thomas Schäfer, Holger Dettmann, Hans-Peter Runge, den 1. Vorsitzenden Matthias Herrmann und dem RAWler Ingo Brokat. An den Lenkseilen versuchte Lars Ziegner (Wiking) sein Glück.
Erstmalig fuhr auch die Trainingsriege der RG Wiking (Maik Zentner, Marco Johann, Arne Seelig und Janek Horeis) nach Turin. Da das "Head of the River Race" in London auf den selben Tag wie der wichtige Langstreckentest in Leipzig fällt, bot sich Turin als idealer Ersatz zum Head.
Schon als wir am Freitagmorgen am Flughafen in Mailand ankamen erwarteten uns Plus 5 Grad und herrlicher Sonnenstrahl, was unsere bleichen Gesichter erstrahlen ließ und Lars alle 5 Minuten den Satz "ist das schön hier" entlockte.
Nach zweistündiger Autofahrt mit Zwischenstopp am Ortasee bei unserem Stammitaliener "Il Pozzo", wo wir die letzen zwei Jahre unser Mittagessen während der Trainingslager genossen haben, erreichten wir den Schauplatz der olympischen Winterspiele 2006, Turin.
Am Nachmittag konnten wir dann auf dem Po endlich die ersten Trainingskilometer im Zweier ohne auf dem Wasser im Jahr 2010 genießen, da unsere heimischen Witterungsbedingungen mit Eis und Schnee bisher keine Fahrten auf dem Teltowkanal zuließen.
Es war zwar nach der ganzen Ergo- und Kastenruderei etwas wackelig und ungewohnt, dennoch war es schön einfach mal wieder bei immer noch herrlichen Sonnenschein im Boot zu sitzen.
Am Abend wurde noch gemeinsam italienische Köstlichkeiten genossen und geschnackt, bevor es dann in die Heia ging.
Der Samstag war der Tag der Kleinboote und so bildeten die Zweier ohne mit Maik Zentner und Marko Johann und mit Arne Seelig und Janek Horeis aus Wikingersicht den Auftakt.
Da der gesamte erste Block am Start sein musste, bevor das erste Rennen startete, gab es am Start ein riesiges Kuddelmuddel und die Rennen starteten mit der italienischen Pünktlichkeit von 40 minütiger Verspätung.
Gestartet wurde in 20 sekündigem Abstand, wobei die beiden Wikingzweier direkt hintereinander starteten.
Der sehr kurvenreiche 5,5 km lange Kurs verlangte vor allem an den Lenkschuhen einiges ab und zwang die Bugmänner sich alle 15 bis 20 Schläge umzuschauen. Dass das Männer B Boot direkt hinter den beiden Männer As startete erwies sich insofern als Vorteil, das ein lautes Zurufen von Maik eine Kollision der "Jungspunde" mit dem Ufer verhinderte. Außerdem gab es so für beide Boote eine gute Orientierung wie sie im Rennen etwa lagen.
Nachdem Arne und Janek auf den ersten Kilometern etwas rangefahren waren, konnten Maik und Marko auf der zweiten Streckenhälfte kontern und den Startvorsprung wiederherrstellen.
Im Ziel waren es lediglich 1,5 Sekunden zugunsten der Rutiniers Maik und Marko die beide Boote trennten.
Mit Platz drei und vier von insgesamt 12 Booten waren jedoch beide Mannschaften und auch die Trainer Lars und Martin zufrieden.
Lediglich die WM-fünften von Poznan im Leichtgewichtsvierer ohne Giorgio Tuccinardi und
Luca Motta mit 50 s und die U23 WM-siebten im leichten Vierer Enrico Bertolino und Simone Mazzoli mit 5s Vorsprung waren schneller.
Am Sonntag war das Wetter leider nicht mehr so schön wie an den beiden Vortagen.
Morgens schneite es noch, ehe der Schnee in leichten Regen umschlug.
Sonntag war der Tag der Großboote und somit der Tag des "Hasse-Achters".
Der Altersunterschied zwischen den Ältesten Udo und den jüngsten Martin betrug über 30 Jahre und forderte vor allem von den "Jungen" eine gewisse Sensibilität.
Der "Hasse-Achter" startete engagiert und konnte auf den ersten 2 Kilometern sein Tempo halten ehe den Mannen um Schlagmann Martin etwas die Puste ausging. Dennoch konnten sie mit dem 12. Gesamtplatz von insgesamt 16 Booten das Vorjahresresultat toppen.
Lars überzeugte an den Steuerseilen auf den sehr schwierigen Kurs mit Geschick und Coolness.
Trotz kleinerer Unstimmigkeiten zwischen Jung und Alt, stand am Ende vor allem der Spaß im Vordergrund.
Dieses Motto galt am Sonntag auch noch einmal für die Trainingsmannschaft.
Da der Männerdoppelvierer am Samstag und nicht wie vor der Meldung angenommen am Sonntag stattfand und somit mit dem Zweier zeitlich ins Gehege kam, starteten die Vier am Sonntag außer Konkurrenz 15 Minuten hinter dem letzten Rennen.
Obwohl die Motivation ohne Gegner und in den Motorbootwellen auf den letzten 2 Kilometern nicht die größte war, fuhren sie ein anständiges Rennen.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Ausflug mit kulinarischen Feinheiten, guter Stimmung und jeder Menge Spaß.
Die Trainingsmannschaft ist vor allem dem Vorstand sehr dankbar, dass er mit Turin ein super Ersatz für London ermöglicht hat.
Ein besonderer Dank gilt auch Holger, der für den Bootstransport seinen PS-starken VW Multivan zur Verfügung stellte und für einen sehr rasanten Ritt über die Berge sorgte.
JH