Von der Werkbank auf den Rollsitz: Spaß, Teamwork und Ehrgeiz auf der 5. Neuköllner Unternehmensregatta
Jan1Erstellt von:
Saturday, January 01, 2011 9:24 PM 
Nach 200 Metern, 30,6 Sekunden und einem konsequenten Endspurt war es geschafft: Vor den Toren des Estrel Convention Centers überquerte das Team von ‚BIOTRONIK eins’, siegreich die Ziellinie der 5. Neuköllner Unternehmensregatta.
Die Siegesfahrt des eingespielten Vierers krönte eine überzeugende Mannschaftsleistung der Neuköllner Medizintechnik-Spezialisten, die sich mit den „BIO Stemmbrettbrechern“, „BIO Diesel“ und den „BIOTRONIKsen“ auch die Bronzemedaille, die Novizenwertung und das Damenfinale sicherten.
BIOTRONIK Eins vor BTB - Das Finale der 5. Neuköllner Unternehmensregatta
„Das regelmäßige Training der letzten Wochen und Monate hat sich heute ausgezahlt“, freute sich Organisator Ulrich Rheinfeld vom Unternehmensnetzwerk Neukölln-Südring über den Erfolg der Biotroniker. Er erläutert: „In enger Zusammenarbeit mit der Rudergesellschaft Wiking bieten wir Wirtschaft, Politik und Verwaltung unseres Bezirks seit nunmehr fünf Jahren die Gelegenheit, ihre Kräfte im sportlichen Wettkampf zu messen. Am heutigen 26. Juni sind wir daher schon ein wenig Stolz darauf, das erste kleine Jubiläum unserer Regatta zu feiern.“
Auch ein kurzer Blick auf die bunte, branchenübergreifende Starterliste zeigt, dass sich der Rudersport längst auch in der Neuköllner Unternehmenswelt wachsender Beliebtheit erfreut. Insgesamt 20 Mannschaften ließen es sich bei strahlend blauem Himmel und leichtem Schiebewind nicht nehmen, Flipcharts, Laptops und Schraubenzieher für einen Nachmittag gegen Rollsitze, Stemmbretter und Skulls zu tauschen.
Matthias Herrmann, Vorsitzender der RG Wiking, zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Geschehen auf der Strecke: „Alle Mannschaften haben sich sowohl technisch als auch rhythmisch spürbar weiterentwickelt. Die geringen Zeitabstände bestätigen zudem eine steigende Leistungsdichte, die spannende Bord-an-Bord-Kämpfe und knappe Zieleinläufe garantiert. In diesem Zusammenhang freue ich mich sehr, dass auch unsere diesjährigen Newcomer von Moll Marzipan, der URS Cooperation, der Carl Spaeter GmbH und der Zapf Umzüge AG von Anfang an gut mit dabei waren.“
Sichtlich zufrieden zeigte sich auch die Mannschaft des Energieversorgers BTB, die mit einer Finalzeit von 31,2 Sekunden und dem 2. Platz in der Gesamtwertung erneut ihre ruderischen Qualitäten unter Beweis stellte. Gleichzeitig untermauerte der Vorjahressieger seine Ambitionen mit einer klaren Ankündigung: „2011 hat unser Vierer wieder die Nase vorn!“
Allen Kampfansagen zum Trotz hieß es um 18.00 Uhr jedoch zunächst ‚We are the Champions’ für die verdienten Tagessieger aus dem Hause Biotronik, die den Regattatag gemeinsam mit ihren Kontrahenten am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals ausklingen ließen.
Doch nicht nur für die TeilnehmerInnen, sondern auch für die Neuköllner Wikinger vom Britzer Hafen wurde der Regattatag im Rahmen des 12. Kunst- und Kulturevents der ‚48 Stunden von Neukölln’ zu einem ganz besonderen Ereignis. Bereits während der Mittagspause um 14.15 Uhr war es soweit. Unter dem Beifall der zahlreichen Ruderer, Gäste und Zuschauer wurde der Vierer mit Steuermann ‚Hermann Wendt’ offiziell dem Bootspark des einzigen Neuköllner Rudervereins übergeben.
Bootstaufe im Herzen Berlins: Die "Hermann Wendt" wird ihrer Bestimmung übergeben
Mit den Worten ‚Ich wünsche Dir allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel’ taufte Karoline Beck das neue Boot der Werft BBG auf den Namen ihres Ur- Großvaters. Hermann Wendt war nicht nur von 1903 bis 1916 Vorsitzender oder dessen Stellvertreter bei der RG Wiking e.V., er war auch von 1902 bis 1935 im Vorstand des damaligen Berliner Regattavereins (heute LRV Berlin), ab 1905 in der Funktion des Schatzmeisters. Zugleich bekleidete er dieses Amt von 1906 bis 1919 auch im Deutschen Ruderverband (DRV). Von 1921 bis 1926 war er dann Vorsitzender des Jugendausschusses des DRV.
Besonders erfreut zeigte sich Matthias Herrmann über die erfolgreiche Gemeinschaftsleistung, mit der die Finanzierung des neuen ‚Pferdes’ im Wikingerstall trotz Konsumflaute und Wirtschaftskrise gelang: „Von Spenden der Firmen Moll Marzipan GmbH und FERAK Berlin GmbH oder anderen kleineren Firmenspenden bis hin zu mehr als 20 Spenden von Wikingern oder deren Freunden haben viele Hände in den vergangenen Monaten an einem Strang gezogen, um die Jugend- und Breitensportabteilung der RG Wiking mit einem neuen, traumhaft schönen Vierer auszustatten. Allen Förderern möchte ich daher an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank aussprechen.“
Routiniert: Jörg Spiegel koordiniert den Einsatz der Wikinger
Nach all den sportlichen und gesellschaftlichen Highlights stand für Organisator Ulrich Rheinfeld somit nichts im Wege, um zum Abschluss des Tages sein positives Gesamtfazit zu verkünden: „Ich denke, auch in unserem 5. Jahr ist uns ein guter Mix aus sportlichem Ehrgeiz, Spaß und Geselligkeit gelungen. Sehr herzlich möchte ich daher der Band ‚Ohrful Tonite’ und dem Estrel-Team für die hervorragende musikalisch-kulinarische Begleitung danken. Auch die ca. 30 ehrenamtlichen Helfer der Rudergesellschaft Wiking haben unter der Federführung der Regattaleiter Jörg Spiegel, Friedrich Becker und Wolfgang Lietze erneut keine Mühen gescheut, um den reibungslosen Ablauf der Regatta sicherzustellen. Das Unternehmensnetzwerk Berlin-Südring und seine Partner freuen sich daher bereits heute darauf, alle Ruder- und Sportbegeisterten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur 6. Ausgabe unserer Unternehmensregatta willkommen zu heißen, natürlich wieder hier bei uns im Herzen Neuköllns.“
Thorsten Kohlisch
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