Frühtest 2011 in Köln-Fühlingen
Apr27Erstellt von:
Wednesday, April 27, 2011 8:21 PM 
Nachdem der traditionelle „Frühtest“, der erste nationale Vergleich über die olympische 2000m Distanz, in den letzten Jahren der Deutschen Kleinbootmeisterschaft weichen musste, drehte man im DRV das Rad wieder zurück und ermittelte am 16. und 17. April auf dem Fühlinger See in Köln die Ranglisten in den Kleinbooten Einer und Zweier ohne Steuermann.
Die Senioren der Trainingsriege konnten sich über die Langstrecke in Leipzig, Ende März, geschlossen für die Ranglistenregatta qualifizieren. Die A-Senioren Marko Johann und Maik Zentner gingen nach ihrem 9. Rang in Leipzig ebenso im Lgw. 2- an den Start wie die B-Senioren Janek Horeis und Marvin Hirsch, welche in Leipzig noch krankheitsbedingt abmelden mussten. Felix Leube schaffte über die 6km denkbar knapp den Sprung unter die besten 36 Lgw. Skuller in Leipzig und gab nach 4 Jahren Abstinenz vom Leistungssport sein Comeback über die Normaldistanz.
Die A-Senioren Marko Johann und Maik Zentner
~ Mit Spannung erwartete Vorläufe ~
In den Vorläufen mussten alle Wikinger auf der Außenbahn starten. Bei den leichten Zweiern hatten 24 Boote gemeldet, so dass sich aus den vier Vorläufen jeweils die ersten drei Boote für das Halbfinale der besten zwölf qualifizierten. Die A-Senioren lösten ihre Aufgabe recht souverän. Nach der ersten Streckenhälfte lagen sie sicher auf Platz drei und konnten bis 500m vor dem Ziel den Kampf um Platz zwei offen halten, bevor sie dann kräfteschonend aber sicher als dritte die Ziellinie überquerten.
Bei den B-Senioren sah die Ausgangssituation anders aus. Aufgrund der Erkrankung von Janek in Leipzig, wussten die beiden U-23 Ruderer im Vorfeld nicht wo sie stehen, konnten aber bei den Trainingsbelastungen auf dem Teltowkanal Anschluss an ihre Vereinskameraden halten. Und dies schafften sie auch in Köln. Bereits auf den ersten 1000m konnten sie sich sicher auf die dritte Position schieben und ließen die 7. Platzierten der Langstrecke vor drei Wochen klar hinter sich. Diesen Platz behaupteten sie souverän bis ins Ziel und somit standen beide Zweier aus Neukölln als Halbfinalteilnehmer der besten 12 Boote fest.
~ Große und harte Konkurrenz im Lgw. Einer ~
Felix traf auf die besten 35 Skuller Deutschlands mit dem Gewichtslimit von 72,5kg. In den sechs Vorläufen qualifizierten sich ebenfalls nur die ersten Drei für die obere Hälfte der Rangliste (Platz 1-18). Leider konnte Felix seinen ersten Lauf nicht so positiven gestalten wie die beiden Zweikombinationen vor ihm. Er konnte das hohe Tempo der Konkurrenz nicht mitgehen und wurde, mit Platz 5, recht deutlich in seine Schranken gewiesen. Demnach ging es für ihn im Zwischenlauf noch um das Erreichen der Finals D, E oder F. Doch auch bei seinem Zweiten Rennen am Samstag geriet er auf den ersten 500m bereits ins Hintertreffen und musste die Gegner ziehen lassen. Rang 6 im Zwischenlauf bedeutete Finale E und der Kampf um die Plätze 31-36. In dem Finale am Sonntag traten dann noch vier Skuller an und es entbrannte ein spannendes Rennen. Seine Defizite am Start versuchte Felix mit hohem Aufwand wieder wettzumachen und hielt sich immer in Schlagdistanz zu den drei Kontrahenten. In einem Rennen in denen auf den letzten 500m jeder noch für den Sieg in Frage kam, konnte der Neuwikinger jedoch nicht entscheidende Akzente setzen und beendete diese Regatta abschließend auf dem 34. Platz.
~ Beide Lgw. 2- unter den besten 12 ~
Die Ansetzung hatte ergeben, dass beide Wikingzweier im Halbfinale aufeinander treffen sollten. Komplettiert wurde das Feld vom dominierenden Zweier der letzten Jahre, gebildet durch die Brüder Kühner. Neben diesem Favoritenboot waren auch die Bronzemedaillengewinner der letzten U23 Weltmeisterschaften Corinth / Antczak auf die Mittelbahnen gesetzt worden. Auf den beiden Außenbahnen galt es für die Mannen in Grün die Kombinationen aus Berlin / Düsseldorf und Hamburg / Saarbrücken hinter sich zu lassen, wenn man unter die ersten drei gelangen und somit in das A-Finale der besten sechs Boote einziehen wollte. Janek und Marvin verloren jedoch bereits auf dem ersten Streckenviertel den Anschluss zum umkämpften dritten Platz. Auf diesen hatten die beiden A-Senioren zur Streckenhälfte 2,5 Sekunden Rückstanden. Und obwohl sie diesen bis zum Ziel weiter reduzieren konnten blieb ihnen nur der undankbare 4. Platz und somit die A-Endlaufteilnahme verwehrt.
Im B-Finale am Sonntagmorgen wurden dann aber die Karten wieder neu gemischt und der Rennausgang war völlig offen. Im Gegensatz zum Vortag kamen Marko und Maik jedoch nicht gut in das Rennen hinein. Während Janek und Marvin nach 500m auf dem dritten Rang lagen, konnten die beiden erfahreneren Ruderer lediglich ein Boot hinter sich lassen. Bis zur Streckenhälfte kämpften sie sich aber wieder an das Feld heran, und schoben sich an den beiden jüngeren Vereinskameraden wieder vorbei. Janek und Marvin mussten ihrem hohen Anfangstempo dann auch Tribut zollen und beendeten diesen Lauf als 6. und somit Gesamtrang 12. Die beiden A Senioren versuchten auf den verbleibenden 1000m alles um sich noch weiter nach vorne zu schieben. So näherten sie sich schließlich bis auf 6 Zehntel dem zweiten Platz, beendeten aber das Rennen auf Rang drei und folglich dem 9. Platz in der Rangliste. Eine bessere Platzierung haben sie auf der ersten Streckenhälfte liegen lassen, jedoch wissend, dass mit einem guten Start auch noch Platz nach oben und eine Verbesserung im weiteren Saisonverlauf möglich ist.
~ Mittelbootrennen zum Abschluss der Regatta ~
Mit dem Erreichen des B-Finals qualifizierten sie Janek und Marvin auch für das Rennen im Vierer ohne Steuermann. Als sechstes Boot in der U 23 Wertung bildeten die Beiden einen Vierer mit einem Zweier aus Hamburg (Pilz, Freistedt) und stellten somit den dritten B-Vierer. Im Rennen ging es dann gegen eine A-Kombination (Kühner, Kühner, Seibt, Wichert) und 4 weitere Boote ihrer Altersklasse. Bis zur 1000m Marke wusste die neu zusammengestellte Mannschaft auch zu überzeugen und passierte als Dritter die Streckenhälfte. Auf dem zweiten Teilstück machten sich dann aber Abstimmungsschwierigkeiten und der Kräfteverschleiß im vierten Rennen binnen zwei Tagen bemerkbar. „Mit der Außenbahn waren sie aufgrund des Gegenwinds auf den letzten Metern auch deutlich benachteiligt“ kommentierte Trainer Martin Hasse abschließend den Rennausgang und Platz 5.
Lgw. 4- (Pilz, Freistedt, Horeis, Hirsch) begleitet von Trainer Martin Hasse
Nun gilt es sich im Training gezielt auf die kommenden Regatten in Berlin Grünau (30.4./1.5) und Essen (6.5.-8.5) vorzubereiten und verschiedene Mannschaftskombinationen auszuprobieren.