Trainingsriege bei der Berliner Frühregatta in Grünau am 30.4. und 1.5. am Start
May18Erstellt von:
Wednesday, May 18, 2011 10:35 AM 
Die Regatta im Südosten Berlins kann als Heimspiel für die RG Wiking bezeichnet werden, da man sich der Regattastrecke auch regelmäßig im Training nähert. So ließen es sich die Ruderer der Trainingsriege auch in diesem Jahr nicht nehmen, zum Teil die 12 Kilometer auf dem Teltowkanal zurückzulegen, um sich mit der regionalen Konkurrenz zu messen.
Gleich vier Rennen am Wochenende bestritt B- Junior Jonas Krah. Gemeinsam mit Georg Wagner (Friedrichshagener RV) ging er am Samstag und Sonntag im Doppelzweier an den Start und beendete beide Rennen als Zweiter. Nachdem er bereits zwei Wochen zuvor beim Frühtest der 15- und 16- Jährigen, an gleicher Stelle, im Einer antrat, stieg er wieder in die kleinste aller Bootsklassen. Am Samstag lief es mit Platz 5 noch nicht ganz rund. Tags darauf konnte er sich jedoch deutlich verbessert präsentieren und seinen ersten Sieg bei einer Regatta einfahren.
Die A Junioren Rick Tiedmann und Falk Kirschner gingen ebenfalls im Skiff an den Start. Am Samstag wurde Rick im Rennen der Leichtgewichte Zweiter, Falk beendete seinen Lauf als Dritter. Beide waren jedoch mit ihren gezeigten Leistungen nicht ganz zufrieden und nutzten am Folgetag die Gelegenheit sich zu steigern. Rick konnte seine Platzierung vom ersten Tag wiederholen, reduzierte den Rückstand auf den Sieger jedoch um mehr als die Hälfte. Falk konnte sich, im Vergleich zum Samstag, um einen Platz verbessern und somit die Regatta mit einem zweiten Platz abschließen.
Die A-Senioren Marko Johann und Maik Zentner gingen am Samstag im Zweier ohne Steuermann an den Start. Sie konnten sowohl das Rennen der Senioren über 1500m, als auch das Altersklassenrennen, mit Zeitrelationsstart, über 1000m für sich entscheiden und somit zweimal am Siegersteg anlegen.
Einen Höhepunkt der Regatta stellte sicherlich das Achter Rennen der Senioren dar. Hier beschritt der LRV Berlin bereits im letzten Jahr neue Wege und lobte ein Preisgeld aus, um so die Meldezahlen und sportliche Qualität wieder zu steigern. Mit Erfolg, wenn man die Entwicklung betrachtet. Gingen im letzten Jahr bereits 6 Achter über die Olympiastrecke von 1936, so hatten in diesem Jahr beachtliche 10 Boote gemeldet, so dass zwei Vorläufe ausgefahren werden mussten.
Die RG Wiking war gleich in zwei Booten vertreten. Zum einen mit der Ruderbundesliga-Mannschaft und zum anderen mit dem Achter der Trainingsriege, welcher in London als schnellstes deutsches Boot einen Achtungserfolg erzielen konnte. Letztgenanntes Boot musste allerdings auf die noch in London zur Mannschaft zählenden Ruderer des RC Tegel verzichten. Mit Lenart Ahlhoff (BRC) und Eric Winkert (RG Rotation) konnten jedoch zwei weitere Berliner in die Mannschaft integriert werden, so dass man wieder als reiner Leichtgewichtsachter in das Rennen ging. Aufgrund der personellen Veränderungen wurde gleich auf fünf Positionen umbesetzt so dass in folgender Besetzung gerudert wurde: Stm. Richard Binkau, Maik Zentner, Marko Johann, Janek Horeis, Eric Winkert, Lenart Ahlhoff, Felix Leube, Jonas Platte (RVB) und Marvin Hirsch.
Im ersten Vorlauf Verpassten die Ruderer der Trainingsriege um 2 Zehntelsekunden den Sieg und mussten sich knapp dem Berliner Ruderclub geschlagen geben, der mit seiner Bundesliga Mannschaft vertreten war.
Im zweiten Vorlauf konnte dann die Bundesligamannschaft aus Neukölln auf dem ersten Streckendrittel, der 1000m Distanz, noch den Kontakt zu den Kontrahenten halten, bevor sie dann im weiteren Rennverlauf leider den Kontakt verloren und somit nicht in den Endlauf einziehen konnten.
Im Endlauf waren neben dem Achter der Trainingsriege, noch der BRC, zwei Auswahlboote des LRV, die Zweitligamannschaft des befreundeten Rüdersdorfer Ruderklubs Kalkberge, mit den beiden Wikingern Stefan Massanz und Jakob Groß, sowie der Pirnaer RV vertreten.
Vom Start an legte sich das erste Auswahlboot des Landesruder-verbandes an die Spitze, setzte sich im weiteren Rennverlauf Schlag für Schlag vom Rest des Feldes ab und konnte einen klaren Sieg einfahren. Die Positionen dahinter waren aber enger umkämpft. Einzig das Boot aus Pirna verlor frühzeitig den Anschluss und wurde letzter. Den Start erwischte die Mannschaft in den grünen Einteilern mit rotem Brustring besser und konnte den noch im Vorlauf siegenden BRC hinter sich lassen. Bei Streckenhälfte entwickelte sich ein spannender Dreikampf um die Positionen. Das zweite LRV Boot und die Rüdersdorfer lieferten sich ein packendes Rennen mit dem Achter von Trainer Martin Hasse. Unter den Augen zahlreicher Wikinganhänger, die es sich nicht nehmen ließen hinaus an die Strecke nach Grünau zu kommen und ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen, hielt die Mannschaft um Schlagmann Maik Zentner, bei hoher Frequenz von annähernd 38 Schlägen in der Minute, den Kampf um die Positionen lange offen. Im Ziel musste man sich dann mit einer knappen halben Länge dem zweiten Auswahlboot geschlagen geben, konnte sich allerdings gegenüber den Rüdersdorfern durchsetzen und somit das Rennen auf dem dritten Rang beenden.
